Firewalls, Antivirus, Server-Hardening – all das funktioniert gut in klar definierten IT-Umgebungen. Logistiksysteme folgen jedoch anderen Regeln. Sie sind verteilt, mobil, oft herstellerabhängig konfiguriert und stark in operative Prozesse eingebunden. Viele Geräte werden einmal eingerichtet und dann jahrelang genutzt. Updates sind schwierig, weil sie den Betrieb stören könnten. Zugriffsrechte wachsen mit der Zeit. MDM-Systeme sind vorhanden, aber nicht konsequent durchgesetzt. Netzwerke sind funktional gewachsen – nicht sicherheitsarchitektonisch geplant.
Das Ergebnis ist keine einzelne große Schwachstelle, sondern viele kleine. Und genau diese sind für Angreifer interessant.
Typische Sicherheitsrisiken in IoT- und Logistikumgebungen
Ein häufiges Missverständnis: Sicherheitsvorfälle entstehen nicht nur durch hochkomplexe Angriffe. In der Praxis sind es oft einfache Dinge – falsch konfigurierte Geräte, zu breite Berechtigungen oder unverschlüsselte Kommunikation zwischen Systemen. Besonders kritisch wird es dort, wo Logistiksysteme direkt mit ERP-, Versand- oder Backend-Anwendungen verbunden sind. Ein einzelnes kompromittiertes Gerät kann ausreichen, um sich schrittweise weiter im Netzwerk zu bewegen. Hinzu kommt der regulatorische Druck. Mit NIS2, steigenden Anforderungen an Lieferketten und wachsender Haftung wird IT-Security zunehmend zur Managementfrage – auch in KMU.
Warum Transparenz der erste und wichtigste Schritt ist
Viele Unternehmen können heute nicht klar beantworten: Welche Geräte sind im Einsatz? Welche Systeme kommunizieren miteinander? Welche Zugriffe sind technisch möglich – nicht nur theoretisch erlaubt? Ohne diese Transparenz bleibt Security reaktiv. Maßnahmen werden gesetzt, ohne die tatsächliche Angriffsfläche zu kennen. Genau deshalb ist der erste Schritt kein Tool und keine neue Richtlinie, sondern eine strukturierte Bestandsaufnahme.
Ein sinnvolles Security Assessment betrachtet Logistik nicht isoliert, sondern als Teil der gesamten IT- und Prozesslandschaft. Es analysiert reale Konfigurationen, tatsächliche Zugriffspfade und prüft Systeme so, wie sie im Alltag genutzt werden. Wichtig ist dabei die Übersetzung: technische Ergebnisse müssen verständlich sein. Nicht jede Schwachstelle ist gleich kritisch. Entscheidend ist der Business Impact – also die Frage, was ein Vorfall konkret für Betrieb, Lieferfähigkeit und Reputation bedeutet.
Erst wenn Risiken klar priorisiert sind, entstehen sinnvolle Maßnahmen. Manche lassen sich schnell beheben, andere brauchen Planung. Nicht alles muss sofort gelöst werden – aber alles sollte bekannt sein. Genau hier entsteht der Unterschied zwischen punktueller Security und nachhaltiger Sicherheitsstrategie.
Ihre Vorteile
Sie erhalten eine klare Übersicht aller relevanten Geräte und Systeme sowie eine verständliche, priorisierte Risikobewertung. Die Ergebnisse werden in einem Executive Summary mit Risikoübersicht, Business Impact und klar priorisierten To-Dos aufbereitet.

